(Arbeitstitel)
Ein Film von Erwin Wagenhofer

Warum kommen 98% der Kinder hochbegabt zur Welt und nach der Schulzeit bleiben nur 2% davon übrig?

  • Der Film
  • Kurzinhalt
  • Regiestatement
Wir leben in Zeiten der großen Umbrüche, Krisen und Orientierungslosigkeit.
Jetzt müssen wir uns entscheiden, wo wir hinwollen.
Dazu braucht es eine neue Beziehungskultur und ein neues Denken!

Der neue Film von Erwin Wagenhofer - Ab Herbst 2013 im Kino
Wir leben in einer Zeit der großen Umbrüche, Krisen und Orientierungslosigkeit.
Finanz, Energie, Klima: Eines haben all diese Problemfelder gleich: sie wurden von Menschen gemacht, oft von Menschen, die an den besten Universitäten und Ausbildungsstätten dieser Welt geschult wurden.

Liegt es an der Ausbildung, liegt es an der ihr zugrunde liegenden Haltung?
Liegt es an der Strukturierung unserer Gehirne und damit an der Struktur unseres überholten Denkens?

Damit wir uns für die Lösung der Probleme von morgen ermutigt, eingeladen und inspiriert fühlen, können wir die Maßnahmen von gestern kaum gebrauchen! Nirgends wird das so deutlich wie in unserem Bildungssystem, wo die größten Chancen und Talente durch Verschulung und Uniformierung vernichtet werden.

Anstatt Standardisierung und wirtschaftlicher Nützlichkeit werden Kreativität, Vielfalt und Nachhaltigkeit der Focus neuer Bildungseinrichtungen sein müssen!

Die Bildungslandschaft von morgen muss mit der systematischen Belehrung von gestern aufhören und stattdessen Potentialentfaltung und Bereicherung durch Verschiedenartigkeit in den Mittelpunkt stellen.

Und schließlich: Wer soll damit beginnen, wenn nicht wir!
Nach zwei Filmen - über den Umgang mit Nahrung »We Feed The World« und Geld »Let’s Make Money« - stellte ich mir die Frage, warum kommt es überhaupt zu solchen Fehlentwicklungen und Verwerfungen?

Warum geraten Kulturen und Gesellschaften, die sich als hoch entwickelt sehen, in den Strudel von gewaltigen Krisen?
Warum sind wir so unglücklich, obwohl wir scheinbar alles haben?
Warum leben wir oder viele von uns in ständiger Angst/Existenzangst, obwohl unsere Volkswirtschaften einen unfassbaren Reichtum hergestellt haben?
Warum funktioniert die Verteilung dieses Reichtums so schlecht?
Warum ziehen wir das System der geschlossenen Angstgesellschaft einer offenen, freien Gesellschaft vor?
Warum leben wir in einer Erwerbsgesellschaft und nicht in einer Tätigkeitsgesellschaft?

Auf all diese Fragen würde ich gerne versuchen, mit dem vorliegenden Filmprojekt eine mögliche Antwort zu finden, und diese Antwort - darin sind sich Experten und Denker, Wissenschafter wie Laien einig - lautet:
Es liegt daran, wie wir auf dieses Leben vorbereitet werden, wie wir erzogen, sozialisiert und letztlich gebildet werden, mit anderen Worten, welches »Alphabet« wir übergestülpt bekommen, mit dem wir dann ausgerüstet auf und in die Welt losgehen.

Die moderne Hirnforschung kann längst nachweisen, dass wir kein Hirn- sondern ein Begeisterungsproblem haben. Wir können uns aufgrund von andauernder (gezielter) Abgelenktheit nicht mehr auf die wesentlichen Dinge des Lebens konzentrieren!

Ich bin in den letzten Jahren viel mit meinen Filmen herumgekommen und habe oft Gelegenheit gehabt, in den Kinos nach den Vorstellungen mit unzähligen Menschen zu sprechen. Was mich dabei immer wieder erstaunt hat, war die Aufgeschlossenheit und Bereitschaft vor allem von jungen Menschen, einen Beitrag zu einer besseren Gesellschaft leisten zu wollen.

Die Zeit ist also reif für Filme, die nicht nur kritisieren und die Menschen noch ratloser machen, sondern es braucht Filme, die sich einmischen und aufzeigen: Es geht auch anders!

Erwin Wagenhofer

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